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{{Infobox Sprache
|Sprache=Bairisch <small> () </small>
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(Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz, östliches Bayerisch-Schwaben, östliches Oberfranken, südöstliches Mittelfranken)
(südliches Vogtland)
 ([[Böhmerwald]])

|Sprecher=etwa 14,1 Millionen<ref>{{Internetquelle |url=http://www.ethnologue.com/show_language.asp?code=bar |titel=
Bavarian |werk=ethnologue.com |hrsg=Ethnologue: Languages of the World |datum= |zugriff=2017-01-13 |sprache=en}}</ref>
|Klassifikation=* Indogermanisch

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Die '''bairischen Dialekte''' ? von der germanistischen Linguistik und der UNESCO auch als '''Bairisch''' oder '''bairische Sprache''' bzw. '''Ostoberdeutsch''' bezeichnet ? sind ein Dialektverbund (Großgruppe) nichtstandardisierter Varietäten im Südosten des oberdeutschen Sprachgebietes, die Teil des kontinentalwestgermanischen Dialektkontinuums sind und zum deutschen Sprachraum gezählt werden.

Bairisch ist also ein Dialektverbund der deutschen Sprache. Der Unterschied zwischen Bairisch und Standarddeutsch ist z.?B. größer als der zwischen Dänisch und Norwegisch oder zwischen Tschechisch und Slowakisch.<ref name="fbsd"/>

Die bairischen Mundarten werden im Osten des oberdeutschen Sprachraums gesprochen und werden daher auch als ''Ostoberdeutsch'' bezeichnet. Innerhalb des Bairischen wird zwischen ''Nordbairisch, Mittelbairisch'' und ''Südbairisch'' unterschieden.

Der bairische Sprachraum umfasst in Bayern die Regierungsbezirke Oberbayern, Niederbayern, Oberpfalz und je einen kleinen Teil Oberfrankens und Mittelfrankens, in Schwaben das Gebiet östlich des Lechs, das Staatsgebiet Österreichs mit Ausnahme Vorarlbergs, ferner Südtirol, die zimbrischen und karnischen Sprachinseln in Oberitalien und das südliche Vogtland in Sachsen.

Die UNESCO hat 2009 die bairische Sprache als gefährdet und damit schützenswert eingestuft.<ref name="fbsd"></ref>

Der Name der Baiern

Etymologie

Das Wort ''Bairisch'' ist ein dialektologischer Begriff, der sich aus der Bezeichnung der bajuwarischen Besiedler und ihres Stammesdialektes ableitet. Es ist zu trennen von dem Wort ''bayerisch,'' einem geographisch-politischen Begriff, der sich auf den Freistaat Bayern bezieht, wo auch nichtbairische Dialekte verbreitet sind.

Die Herkunft des Namens der Bajuwaren ist umstritten. Die am weitesten verbreitete Theorie besagt, er komme von dem mutmaßlichen Anknüpfungspunkten (''Baias'', ''Bainaib'' usw.) erhalten ist.

Das Bestimmungswort geht auf das Gebiet Böhmens zurück, das seinen Namen dem keltischen Volk der Boier verdankt. Das Zweitglied ''-ware'' bzw. ''-varii'' der Bewohnerbezeichnung ''Bajuwaren'' stammt aus urgermanisch *''warjaz'' ?Bewohner? (vgl. altnordisch ''Rómverjar'' ?Römer?, altenglisch ''burhware'' ?Stadtbewohner?),

Es wird angenommen, dass sich das keltische Volk der Boier mit der römischen Restbevölkerung und Einwanderern vermischte und der Name auf das gesamte neu entstandene Volk überging. Der älteste Schriftfund auf deutschem Boden ist eine Tonscherbe mit der Inschrift ?Baios? oder ?Boios? und wurde im keltischen Oppidum von Manching (bei Ingolstadt an der Donau) gefunden. Dieser Fund kann auch ein schriftlicher Beweis für die Wanderungsbewegung der Boier nach Altbayern sein. Die lautlichen Übereinstimmungen sind offensichtlich, werden jedoch von manchen Wissenschaftlern abgelehnt. In der Wissenschaft gilt es zurzeit als relativ gesichert, dass die Bajuwaren nicht in einer großen Wanderung, sondern in einzelnen Schüben in das Land zwischen Donau und Alpen vordrangen und dieses Gebiet gemeinsam mit den bereits ansässigen Römern und Kelten besiedelten. Dort wuchsen die verschiedenen Zuwanderer zu ebendiesen Bajuwaren zusammen, die Jordanis 551 in seiner Gotengeschichte beschrieb.

Vermutlich haben sich die Bajuwaren aus verschiedenen Volksgruppen gebildet:
  • aus Resten der keltischen Bevölkerung (Vindeliker)
  • aus einheimischen Römern
  • aus mehreren elb- und ostgermanischen Stämmen (u.?a. Markomannen, Rugier, Varisker, Quaden)
  • aus alemannischen, fränkischen bzw. thüringischen, ostgotischen und langobardischen Volksgruppen
  • aus Nachkommen der Söldner der römischen Grenztruppen

In der modernen Forschung ist von einer geschlossenen Einwanderung und Landeinnahme eines fertig ausgebildeten Volkes keine Rede mehr. Es wird von einer Stammesbildung der Bajuwaren im eigenen Land, also dem Land zwischen Donau und Alpen ausgegangen.

Die älteste schriftliche Überlieferung des Bairischen ist die Gesetzessammlung der Lex Baiuvariorum aus dem Frühmittelalter. Das hauptsächlich in Latein verfasste Werk enthält bairische Alltagswörter und Fragmente als Ergänzung.

Bairisch und Bayern

In der Sprachwissenschaft wird die Schreibweise ''Bairisch'' und ''bairisches Sprachgebiet'' verwendet. Im Unterschied dazu bezeichnet das Wort ''Bayerisch'' keine Sprachdialekte, sondern bezieht sich auf ein politisches Territorium, den Freistaat Bayern. Die unterschiedlichen Schreibweisen wurden eingeführt, weil einerseits in Bayern außer den bairischen (in Altbayern) auch fränkische und alemannische (in Franken und Bayerisch-Schwaben) Mundarten gesprochen werden, andererseits die bairischen Dialekte sich nicht auf Bayern beschränken, sondern auch in Österreich, Südtirol und in einigen isolierten Sprachinseln der oberitalienischen Provinz Trentino sowie in einem Dorf im Schweizer Kanton Graubünden (Samnaun) gesprochen werden. Die historische Schreibweise ''Baiern'' für das gewachsene ''bayerische'' Staatsgebilde wurde mit Anordnung vom 20.?Oktober 1825 durch König Ludwig?I. durch die Schreibweise ''Bayern,'' also mit dem Buchstaben ''y,'' ersetzt.<ref name="L.Zehetner">Ludwig Zehetner: ''Das bairische Dialektbuch.'' Verlag C.?H.?Beck, München 1985, ISBN 3-406-30562-8, S.?16.</ref>

Ausbreitung und Abgrenzung

Das ''Bairische'' verbreitete sich im Zuge von Wanderungsbewegungen der Menschen über das heutige Südbayern östlich des Lechs hinaus und im Laufe des Mittelalters über das heutige Österreich östlich des Arlbergs, Südtirols und einigen Gebieten in Westungarn (heutiges Burgenland), Italiens, sowie Teile des heutigen Sloweniens und Tschechiens. In dieser Zeit vermischten sich auch Teile des Bairischen (im heutigen Süd- und Ostösterreich) mit slawischen und rätoromanischen Sprachelementen. Anschaulich wird dies bei bestimmten Ortsnamen und in einigen Dialektausdrücken.

Die bairischen Dialektgebiete sind Teil eines Dialektkontinuums, die sich durch geographische Isolation und damit Ausprägung der örtlichen Kommunikation entwickelt haben. Der südbairische Dialektraum in Tirol umfasst die Gebiete der alten Grafschaft Tirol, zu der nicht das Tiroler Unterland und das Außerfern gehörten. Kärnten wurde 976 von Baiern abgetrennt (genauso wie 1180 die Steiermark) und von Kaiser Ludwig dem Bayern 1335 an Österreich angeschlossen. Mit den nordbairischen Dialekten verhält es sich ähnlich, weil sich auch die Machtverhältnisse vor allem in der Oberpfalz im Laufe der Zeit änderten. Die Mischgebiete zwischen dem Mittel- und Südbairischen lassen sich durch die Zugehörigkeit zum Herzogtum Österreich (Tiroler Unterland zu Tirol und Steiermark zu Österreich) und durch Wanderbewegungen wie z.?B. im damaligen Bistum Salzburg zurückführen.

Mit mehr als 13 Millionen Sprechern bildet das Bairische das größte zusammenhängende Dialektgebiet im mitteleuropäischen Sprachraum. Der bairische Sprachraum umfasst insgesamt an die 150.000?km².<ref name="L.Zehetner" /> Zum Bairischen gehören die Mundarten folgender Gebiete:

Im Nürnberger Raum ist ein fränkisch-bairischer Übergangsdialekt beheimatet, der zwar überwiegend ostfränkische Merkmale aufweist, aber besonders im Wortschatz starke bairische Einflüsse erkennen lässt. Viele davon gehen auf die zahlreichen oberpfälzischen Zuwanderer zurück, die während der Zeit der Industrialisierung in dieser nordbayerischen Metropole eine neue Heimat gefunden hatten. Nürnberg lag allerdings bereits im Mittelalter unmittelbar an der fränkisch-bairischen Sprachgrenze.

Das Bairische gehört zusammen mit dem Alemannischen und Ostfränkischen zu den oberdeutschen Dialekten des Hochdeutschen.

Innere Systematik

Das Bairische kann anhand sprachlicher Merkmale in drei Großräume ? Nord-, Mittel- und Südbairisch ? eingeteilt werden. Zwischen diesen befinden sich jeweils Übergangsräume, die als Nordmittelbairisch <small> () </small>und Südmittelbairisch benannt sind.

Nordbairisch

Nordbairisch wird im größten Teil der Oberpfalz, in den südöstlichsten Teilen von Oberfranken (Sechsämterland) und Mittelfranken, im nördlichsten Teil von Oberbayern und im südlichsten Teil Sachsens (Südvogtland) gesprochen. In der südöstlichen Oberpfalz und im nördlichsten Teil von Niederbayern werden Mischformen aus Nord- und Mittelbairisch ? sprachwissenschaftlich Nordmittelbairisch genannt ? gesprochen, wobei die Stadt Regensburg eine mittelbairische Sprachinsel innerhalb dieses Raums ist.

Die Dialekte des Oberpfälzer und des Bayerischen Waldes nennt man dialektnah auch das ?Waidlerische?. Sprachwissenschaftlich handelt es sich dabei um nordbairische, nordmittelbairische und mittelbairische Dialekte, wobei die nordbairischen Elemente nach Norden hin schrittweise zunehmen.

Das im südlichen Burgenland gesprochene ''Hianzische'' oder ''Heanzische'' (?Heinzisch?) geht mit auf das Nordbairische zurück, da die Region auch von Siedlern aus dem Fichtelgebirge und der nördlichen Oberpfalz bevölkert wurde. Dies ist noch heute am Wortschatz und lautlichen Übereinstimmungen leicht auszumachen. Es sind im Laufe der Zeit nordbairische, mittelbairische und südbairische Anteile zu den charakteristischen Dialekten verschmolzen. Die Süd- und Oststeirer sprechen den gleichen Dialekt, bezeichnen ihre Mundart aber lieber als ?Steirisch?. Sie rückten im Laufe der Zeit vom Eigennamen ?Heanzen? ab.

Die ostfränkischen Dialekte im östlichen Mittelfranken bis einschließlich Nürnberg zeigen starken nordbairischen Einschlag und markieren damit ein bairisch-fränkisches Übergangsgebiet.

Das Nordbairische ist eine urtümliche Variante des Bairischen, die noch viele Archaismen bewahrt, die im zentralen mittelbairischen Sprachraum schon ausgestorben sind. Es hat viele lautliche Eigenheiten, die es teilweise mit den benachbarten ostfränkischen Dialekten teilt. Im Folgenden werden die wichtigen lautlichen Merkmale des Nordbairischen aufgeführt, durch die es sich vom Mittelbairischen unterscheidet.

Das Nordbairische zeichnet sich besonders durch die ?gestürzten Diphthonge? (voraus lagen mhd. ''uo, ië'' und ''üe'') und die diphthongierten mittelhochdeutschen Langvokale ''â, ô, ê'' und ''?'' aus; beispielsweise entsprechen den standarddeutschen Wörtern ''Bruder, Brief'' und ''müde'' (monophthongierte Vokale) hier ''Brouda, Brejf'' und ''mejd'' (zuerst Monophthongierung, danach erneute Diphthongierung) anstatt ''Bruada, Briaf'' und ''miad'' (erhaltene Diphthonge) wie im Mittelbairischen südlich der Donau. Weiterhin entspricht beispielsweise dem standarddeutschen ''Schaf'' hier ''Schòuf'' (mittelbair. ''Schòòf''), ''rot'' hier ''ròut/rout'' (mittelbair. ''rot/rout''), ''Schnee'' hier ''Schnèj'' (mittelbair. ''Schnèè''), oder ''böse'' hier ''bèjs'' (mittelbair. ''bèès'').

In den nördlicheren und den westlicheren nordbairischen Dialekten bleiben diese Diphthonge auch vor vokalisiertem ''r'' erhalten und bilden somit Triphthonge, beispielsweise in ''Jòua, Òua, Schnoua, umkèjan, Beja,'' was südlicherem und mittelbairischem ''Jòòa/Jåår, Oor, Schnuua, umkeern, Biia'' und standarddeutschem ''Jahr, Ohr, Schnur, umkehren, Bier'' entspricht.

Bei den Dialekten im Westen und im Nordwesten des nordbairischen Sprachraums ist charakteristisch auch eine Hebung der Vokale ''e'' (und ''ö'' nach Entrundung) und ''o'' zu ''i'' und ''u'' zu verzeichnen, beispielsweise ''Vuugl'' und ''Viigl,'' im Gegensatz zu den südlicheren Formen ''Voogl'' und ''Veegl'' für standardsprachlich ''Vogel'' und ''Vögel.'' Diese Hebung gilt im Übrigen auch als charakteristisches (ost-)fränkisches Merkmal. Im Nordosten des Sprachraums werden diese Laute zu den Diphthongen ''ua'' und ''ia,'' also ''Vuagl'' und ''Viagl.''

''L'' nach Vokal wird anders als im Mittelbairischen (und ähnlich wie in benachbarten fränkischen Dialekten) nicht bzw. nicht vollständig vokalisiert, sondern bleibt als Halbkonsonant/Halbvokal erhalten, wobei sich ein Teil der Vokale (besonders ''e'' und ''i'') davor verändert (z.?B. entsprechen nordbairisch ''Wòld, Göld, vül/vul, Hulz/Holz'' mittelbairisch ''Wòid, Gèid/Gööd, vui/vèi/vüü, Hoiz'' und standardsprachlich ''Wald, Geld, viel, Holz'').

''G'' wird (im Gegensatz zum Mittelbairischen und Südbairischen) in- und auslautend in bestimmter Lautumgebung zu ''ch'' erweicht (Spirantisierung). So lautet standarddeutsch ''Weg'' hier ''Weech,'' ''mager'' hier ''moocher,'' ''richtig'' hier ''richtich'' (sofern es nicht zu ''richte'' verschliffen wird). Diese Spirantisierung ist sprachgeschichtlich auf mitteldeutschen Einfluss zurückzuführen, ist jedoch nicht identisch mit den Laut- und Vorkommensverhältnissen in den heutigen mitteldeutschen Dialekten, wobei sie im Westen und im Norden des nordbairischen Raums stärker ausgeprägt ist als im Südosten.

Verkleinerungs- und Koseformen enden in der Mehrzahl meist auf ''-(a)la,'' in der Einzahl auf ''-(a)l,'' beispielsweise ''Moidl'' = ''Mädchen, d? Moi(d)la'' = ''die Mädchen.''

Verben mit Doppelvokalen wie ''au'' oder ''ei'' enden im Nordbairischen konsequent auf ''-a: schaua, baua, schneia, gfreia,'' demgegenüber mittelbairisch ''schaung, baun, schneim, gfrein'' (= ''schauen, bauen, schneien, freuen'').

Die Endung ''-en'' nach ''k,'' ''ch'' und ''f'' ist in den nördlicheren nordbairischen Dialekten als Konsonant erhalten geblieben, beispielsweise ''hockn, stechn, hoffn, Soifn'' (= ''Seife''). In den südlicheren nordbairischen Dialekten ist sie wie in den mittelbairischen weiter im Süden zu ''-a'' geworden, also ''hocka, stecha, hoffa, Soifa.''

Die Konsonantenschwächung und die Nasalierung von Vokalen hat das Nordbairische mit dem Mittelbairischen gemeinsam. Diese Merkmale werden im nachfolgenden Abschnitt zum Mittelbairischen näher beschrieben.

Kennzeichnend ist auch die Form ''niad'' für mittelbairisch ''net'' und die vielfältigen Formen des Personalpronomens für die 2. Person Plural: ''enk, enks, ees, èts, deets, diits, diats'' u. a.

Vom speziellen Wortschatz her lässt sich das Nordbairische als Ganzes nicht vom Mittelbairischen abgrenzen, weil es unterschiedliche regionale Verteilungen Wort für Wort gibt. Aus Sprachatlanten kann man jedoch ersehen, dass es zunehmende Gemeinsamkeiten (von lautlichen Feinheiten abgesehen) zwischen (ober-)ostfränkischen und nordbairischen Dialekten im Westen und im Norden des nordbairischen Sprachraums gibt, wie ''Erdbirn'' statt ''Erdåpfl'' (= ''Kartoffel''), ''Schlòut'' statt ''Kamin,'' ''Hetscher'' statt ''Schnàggler'' (= Schluckauf), ''Gàl'' (= Gaul) statt ''Ross'' (= Pferd).

Im Nordosten auch Gemeinsamkeiten mit ostmitteldeutschen Dialekten, wie ''Pfà(rd)'' (= ''Pferd'') statt ''Ross.'' ''Duupf/Duapf'' (= ''Topf'') statt ''Hofa/Hofm.'' Im Südosten Gemeinsamkeiten mit den ?waidlerischen? Dialekten, wie ''Schòrrinna'' statt ''Dochrinna,'' ''Kintl/Raufång'' statt ''Schlòut/Kamin.'' Beispiele für kleinregionale Varianten sind ''Ruutschan'' und ''Ruutschagàl'' statt ''Hetschan'' und ''Hetschagàl'' (= ''Kinderschaukel'' und ''Schaukelpferd'') oder ''Schluuder/Schlooder'' statt ''Dopfa/Dopfm/Dopfkàs'' (= ''Topfen/Quark'') in der westlichsten Oberpfalz.

Mittelbairisch

Mittelbairisch wird in Niederbayern, Oberbayern, im Süden der Oberpfalz, im salzburgischen Flachgau, in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien gesprochen. Das Tiroler Unterland, Salzburger Innergebirg (ohne den Flachgau), die Obersteiermark und das Burgenland bilden das ''südmittelbairische Übergangsgebiet''. Im Nordwesten liegt eine breite Übergangszone zum Ostfränkischen und Schwäbischen vor. Gewisse lautliche Kennzeichen des Mittelbairischen, vor allem der Diphthong /oa/ für mhd. ei (zum Beispiel ''Stoa'' bzw. ''Stoan'' = ?Stein?), zu einem kleineren Teil auch die l-Vokalisierung, dringen in einem Keil unter Einschluss der Stadt Dinkelsbühl bis über die Landesgrenze nach Baden-Württemberg ein.

Es hat großen Einfluss auf seine Schwesterdialekte im Norden und Süden, da fast alle größeren Städte des bairischen Sprachgebiets im Donauraum liegen; dies hat auch zur Folge, dass Mittelbairisch ein höheres Prestige genießt und auch außerhalb seines Sprechergebiets weithin bekannt ist. Die regionalen Unterschiede entlang der Donautiefebene vom Lech bis zur Leitha sind im Allgemeinen geringer als die Unterschiede zwischen den verschiedenen Alpentälern des Südbairischen.

Allgemeines Kennzeichen dieser Mundarten ist, dass Fortis-Laute wie p, t, k abgeschwächt werden zu den Lenis-Lauten b, d, g. Beispiele: ''Bèch, Dåg, Gnechd'' (?Pech, Tag, Knecht?). Lediglich ''k-'' bleibt im Anlaut vor Vokal als Fortis erhalten (zum Beispiel in ''Khuá'' ?Kuh?). Außerdem kann auslautendes ''-n'' den vorhergehenden Vokal nasalieren und selbst abfallen, wie in ''kôô'' (?kann?, auch nicht nasaliert ''ko'') oder ''Môô'' (?Mann?, auch nicht nasaliert ''Mo''). Ob ein Nasalvokal auftritt, ist aber regional unterschiedlich.

Das Mittelbairische lässt sich noch untergliedern in ''Westmittelbairisch'' (auch teilweise ?Altbairisch? genannt) und ''Ostmittelbairisch.'' Die Grenze zwischen diesen verläuft durch Oberösterreich und verschiebt sich durch den starken Druck, der vom Wiener Dialekt ausgeht, allmählich westwärts zur Staatsgrenze zwischen Deutschland und Österreich hin.

In Oberösterreich (mit Ausnahme der stärker ausstrahlenden Stadtdialekte im Zentralraum, und dem inneren Salzkammergut), im Salzburger Außergebirg (Flachgau) sowie in sprachkonservativen Regionen des niederösterreichischen Wald- und Mostviertels ist, wie im benachbarten Bayern, die (westmittelbairische) ''altbairische Stammesmundart'' beheimatet; die ansässigen Dialekte bilden mit dem angrenzenden Niederbayerischen einen Sprachverband, das ''Donaubairisch''. Anders als das Ostmittelbairische entstand sie auf dem Boden des alten Stammesherzogtums.

Außerdem typisch für das Westmittelbairische ist die alte Form für ?sind?: ''hand'' (?Mir hand eam inna worn??= ?Wir sind dahintergekommen?). ?Uns? erscheint oft als ?ins? und ?zu? als ?in? (?Da Schwåger is in?s Heig?n kema??= ?der Schwager kam zum Heu machen?). ?Wenn? wird mit ?boi? aufgelöst (= sobald): ?Boi da Hiabscht umi is??= ?wenn der Herbst herum/vorbei ist?. Das alte germanische Temporaladverb ?åft? wird neben ?na? im Sinne von ?danach?, ?hinterher? verwendet. Die letztgenannten Formen sind heute auf den ländlichen Raum beschränkt.

In Oberösterreich bildet die Mundart des Innviertels mit dem angrenzenden Niederbayerischen eine historische Einheit?? politisch wurde das Innviertel erst 1814 österreichisch. Während die Mundart des Innviertels gen Osten hin (in Richtung Hausruck) einen erkennbaren Lautwandel durchmacht (''ui'' wird zu ''ü,'' z.?B. ?spuin?/?spün?, zunehmende å-Verdunklung), sind die Übergänge weiter ostwärts entlang der Donau über das Traunviertel zum Mostviertel hin fließend (Ostmittelbairisch). Zudem nimmt nach Osten hin der Einfluss des Wienerischen zu, der in den letzten Jahrzehnten zunehmend die bodenständigen Mundarten überlagert hat. Am stärksten ist dieser Wiener Einschlag in den größeren Städten und entlang der Hauptverkehrsstrecken zu bemerken.

Der ''ostösterreichische'' Zweig des Mittelbairischen geht auf die Mundart des im Gefolge der bairischen Ostsiedlung entstandenen babenbergischen Herrschaftsgebietes Ostarrichi zurück. Das östliche ''Ostmittelbairisch'' besitzt ein slawisches Substrat und ein fränkisches Superstrat, was sich im besonderen Wortschatz und einigen lautlichen Eigenheiten zeigt. Außerdem wurde das ''Ostmittelbairische'' während der Habsburger Kaiserzeit mit vielen slawischen, jiddischen und ungarischen Fremdwörtern angereichert, wodurch es sich vom ''Westmittelbairischen'' merklich abhebt.

Trotz Dialektschwunds in den größeren Städten des Donauraums gelten die Stadtmundarten von München und Wien weiterhin gewissermaßen als ?Paradedialekte? für West- und Ostmittelbairisch. Folgende Lautisoglossen charakterisieren das Verhältnis des West- zum Ostmittelbairischen:

{| class="wikitable"
|-
! style="width:150px;"| Isoglosse
! style="width:150px;"| westliche Variante
! style="width:150px;"| östliche Variante
! style="width:150px;"| Standarddeutsch
|-
| ''ui'' vs. ''üü'' (< ahd. ''il''):||vui
Schbui, schbuin
i wui, mia woin ||vüü
Schbüü, schbüün
i wüü, mia wöön/woin||''viel''
''Spiel, spielen''
''ich will, wir wollen''
|-
| ''å'' vs. ''oa'' (< ahd. ''ar''):||i få, mia fåma
håt, heata
Gfå, gfâli||i foa, mia foan
hoat, heata
Gfoa, gfeali||''ich fahre, wir fahren''
''hart, härter''
''Gefahr, gefährlich''
|-
| ''oa'' vs. ''â'' (< ahd. ''ei''):||''oans, zwoa, gloa,
hoaß, hoazn,
dahoam, Stoa||''âns, zwâ, glâ,
hâß, hâzn,
dahâm, Stâ||''eins, zwei, klein,
heiß, heizen,
daheim, Stein''
|-
| ''o'' vs. ''à'' (< ahd. ''au''):||i kàf, mia kàffa(n)||i kòf, mia kòffa(n)||''ich kaufe, wir kaufen''
|-
| ungesetzmäßig:||i kimm, mia kemma(n)||i kumm, mia kumma(n)||''ich komme, wir kommen''
|}

Die Tabelle ist dabei stark vereinfacht. In der westlichen Variante wird häufig noch das ?r? gesprochen, das im Ostmittelbairischen und im Standarddeutschen gerne vokalisiert wird; also z.?B. i får, hart, hårt, hirt.

Außerdem wirkt sich der Wiener Einfluss dahingehend aus, dass im ostmittelbairischen Dialektgebiet in den letzten paar Jahrzehnten eine Tendenz besteht, das alte ''oa'' durch das Wiener ''â'' zu ersetzen. Dieser Sprachwandel hat aber noch zu keiner eindeutigen Dialektgrenze geführt, da sich selbst im äußersten Osten Österreichs (Burgenland) das historische oa gegenüber dem Wienerischen aa noch behauptet, ebenso wie in großen Teilen Niederösterreichs und in Oberösterreich. Dort ist auch die angestammte (altbairische) Wortendung ''-a'' anstelle von ''-n'' ''(måcha, låcha, schicka)'' gang und gäbe.

Am Ostrand des Mittelbairischen, im Weinviertel und im Burgenland findet man die ?ui-Mundart?. Hier entspricht ein ''ui'' ''(Bruida, guit)'' dem im Mittelbairischen und Südbairischen allgemein verbreiteten ''ua'' ''(Bruada, guat).'' Insbesondere im niederösterreichischen Weinviertel sind diese Varianten allerdings auf dem Rückzug. Dieses Phänomen geht auf eine alte donaubairische Form zurück, die teilweise noch viel weiter westlich beheimatet ist. So erscheint ''ia'' in konservativen Mundarten Altbayerns und Westösterreichs nördlich und südlich der Donau oft als ''oi'' z.?B. als ?Floing? statt ?Fliang? ''(Fliege),'' vergl. auch nordbair. ?Fläing?. In donaubairischen (v.?a. ostösterreichischen) Mundarten wird o häufig als u aufgelöst (''furt'' statt ?fort?). In den ostösterreichischen Mundarten (Weinviertel, Marchfeld, Nordburgenland) haben sich auch einige fränkische Sprachelemente erhalten (z.?B. ?nodi'''ch'''? = arm, ?haili'''ch'''? = heilig).

Eine gewisse Eigenständigkeit hat bzw. hatte das ?Landlerische?, die Mundart, die im Hausruckviertel und im westlichen Traun- und Mühlviertel gesprochen wird bzw. wurde. Hier tritt anstelle des ostmittelbairischen langen ''o'' ''(root, grooß, Broot'' = rot, groß, Brot) der Diphthong ''eo,'' bei dem die Betonung auf dem zweiten Teil des Zwielauts liegt. Das ergibt dann ''reot, greoß, Breot.'' Sowohl ''oo'' also auch ''eo'' werden sehr offen gesprochen und könnten genau so gut auch ''åå'' bzw. ''eå'' geschrieben werden. Im westlichen Mühlviertel existieren auch Formen mit gestürztem Diphthong wie ''roet, groeß, Broet.'' Alle diese Formen sind allerdings heute nur mehr selten zu hören.

Ein typisches Unterscheidungskriterium zwischen dem Donaubairischen (Großteil Österreichs, Niederbayerns und der Oberpfalz) und der südwestlichen Gruppe (Großteil Oberbayerns, Tirols, Kärntens, große Teile Salzburgs und das steirische Oberennstal) ist die Auflösung von an- und auslautendem ''-an-'' und auslautendem ''-on.'' Während der Doppellaut im donaubairischen Raum überwiegend wie ''ã'' ausgesprochen wird (Mã, ãfanga, schã = ''Mann, anfangen, schon''), ist im Südwesten ein helles, teils nasales ''o'' beheimatet (Mo, ofanga, scho). Charakteristisch für die südwestlichen Dialekte ist beispielsweise auch ''heben'' für ''halten'', statt des hochdeutschen Wortes ''heben'' wird das Wort ''lupfen'' verwendet.

Das westliche Oberösterreich (Innviertel, Mondseeland), Teile des Salzburger Landes und das obere Ennstal gehören zum Westmittelbairischen. Hier verwendet man den in Altbayern verbreiteten Diphthong ''ui'' ''(i wui, schbuin).'' In: Niederbayern (und in ländlichen Gegenden Oberösterreichs) begegnet einem öfters ''öi'' statt ''ü'' (''vöi'' = viel, ''schböin'' = spielen). In Teilen Oberbayerns und Niederbayerns ist außerdem auch ''ej'' weit verbreitet ''(vej, schbejn).'' Im westlichen Salzkammergut und im Salzburgischen wird die Form ''schbiin'' verwendet.

Lautlich stehen sich das (Kern-)Oberbayerische, Tirolerische und die oben erwähnte Übergangsmundart im Alpenraum sehr nahe. -An- erscheint als helles -o- ''(wer ko, der ko)'' und ''r'' plus Konsonant wird konsonantisch aufgelöst ''(schwå'''r'''z/schwåschz'' statt donaubairisch ''schwooz'' bzw. ''schwoaz''). In ähnlicher Weise heißt es auch in der bodenständigen Mundart des Hausruckgebiets und anderen abgelegenen und verkehrsabgewandten Gegenden Oberösterreichs ''schwåchz'' oder ''Kechzn'' (Kerze), was aber in jüngerer Zeit zugunsten von ''schwoaz'' oder ''Keazn'' mehr und mehr verschwindet.

Die Sprachgrenze zwischen dem grenzalpinen Oberbayerischen und dem ?donaubairischen? Niederbayerischen ist mit den Grenzen der beiden Regierungsbezirke nicht identisch, da Niederbayern einst viel größer war, als es heute ist. Daher spricht man zu beiden Seiten der Salzach, in Teilen des Inntals und in der westlichen Hallertau immer noch mit niederbayerischer Zunge.

Der Lech bildet die westliche Grenze des Bairischen und trennt es vom schwäbischen Sprachraum. Dennoch spricht man in Lechnähe (Pfaffenhofen, Schrobenhausen, Landsberg am Lech) bereits mit schwäbischem
Einschlag ''(I håb koa Luscht)'' (? Lechrainer Dialekt).

Zum Mittelbairischen gehören auch die im Aussterben begriffenen Mundarten in Südböhmen und Südmähren, die denen im jeweils angrenzenden Gebiet ähnlich, in der Regel aber konservativer sind. Andererseits sind auch Neuerungen zu beobachten, z.?B. langes ''a'' statt ''oa'' für mhd. ''ei'' (wie in Wien und Südkärnten).

Südbairisch

Südbairisch wird in Tirol, in der Schweizer Gemeinde Samnaun, in Südtirol, im Werdenfelser Land, in Kärnten, in Teilen der Steiermark (vor allem in der Weststeiermark) und in den deutschen Sprachinseln Venetiens, des Trentinos (siehe Zimbrisch) und Karniens gesprochen. Die Obersteiermark, die Salzburger Alpengaue und das Tiroler Unterland gehören zum Übergangsgebiet zwischen Süd- und Mittelbairisch. Auch das Zarzerische und das Gottscheerische waren südbairisch.

Die in der hochdeutschen Lautverschiebung aus ''k'' entstandene Affrikate ''k?'' ist sekundär auf das Gebiet des westlichen Südbairischen und des Hoch- und Höchstalemannischen zurückgegangen. Im Alemannischen ist in weiterer Folge das anlautende ''k'' geschwunden, so dass die Affrikate im Anlaut nunmehr ein typisches Kennzeichen vor allem des Tirolerischen ist.

Das Südbairische ist eine recht inhomogene Sprachlandschaft, es besitzt jedoch einige charakteristische Merkmale. Es gliedert sich in halbwegs geschlossene Sprachgebiete und zahlreiche Übergangsdialekte, deren genaue Abgrenzung schier unmöglich ist.

Die wohl bekannteste südbairische Mundart ist das Tirolerische. Neben der starken Affrikatisierung ist dessen hervorstechendstes Merkmal die Aussprache von ?st? im Wortinneren als ?scht? (?Bisch(t) no bei Troscht??). Hier bleibt eine ursprüngliche Unterscheidung erhalten, da der ''s''-Laut, der aus dem Germanischen ererbt wurde, beispielsweise im Althochdeutschen nämlich ''sch''-ähnlich gesprochen wurde, im Unterschied zu dem ''s''-Laut, der durch die hochdeutsche Lautverschiebung aus germanischem *''t'' entstanden ist. Diese ''sch''-ähnliche Aussprache bezeugen deutsche Lehnwörter in westslawischen Sprachen, z.?B. polnisch ''?o?d'' (Sold). Bis heute hat sich das beim ''st'' im Wortinneren noch im Pfälzischen, Alemannischen, Schwäbischen und Tirolerischen erhalten. Das ''sp'' wird auch im Mittelbairischen im Wortinneren als ''?p'' gesprochen, z.?B. ''Ka?pal'' (Kasperl). Wie im Mittelbairischen heißt es ''erscht'' (erst), ''Durscht'' (Durst), da ''rs'' im Inlaut als ''r?'' in fast allen bairischen Mundarten ausgesprochen wird.

Verben enden im Infinitiv und im Plural wie im Schriftdeutschen grundsätzlich auf ''-n''. Mittelhochdeutsches ''ei'' erscheint als ?oa? (''hoaß isch?s'' ?es ist heiß?). Das ?Tirolerische? wird in Nordtirol (Österreich) im sogenannten Tiroler Mittel- und Oberland, in ganz Südtirol (Italien) und in einer Übergangsvariante in Osttirol (Österreich) gesprochen. Die Osttiroler Mundart geht nämlich allmählich ins Kärntnerische über. Der Werdenfelser Dialekt rund um Garmisch und Mittenwald gehört ebenfalls zum Tirolerischen.

Im Tiroler Oberland um Landeck, im Arlberggebiet und den dahinter liegenden Seitentälern ist der alemannische Einschlag unüberhörbar. Alle Infinitive und Plurale enden auf ''-a'' (''verliera, ''stossa etc.). Der Großteil des Außerfern mit der Bezirksstadt Reutte spricht bereits einen alemannischen Dialekt, der zum Schwäbischen zu zählen ist (?Tiroler Schwäbisch?, mit Ähnlichkeiten zum Dialekt des benachbarten Ostallgäu).

Im Tiroler Unterland (Kitzbühel, Kufstein, St. Johann, Kaisergebirge) spricht man nicht Süd-, sondern Mittelbairisch (''l''-Vokalisierung, ''st'' im Wortinneren ? mit Ausnahme der tendenziellen Affrikatisierung teilt es alle Merkmale mit dem Westmittelbairischen). In den Ohren ?Auswärtiger? klingt es wie eine härtere Variante des Oberbayerischen, mit dem es ansonsten völlig übereinstimmt. Die Infinitive enden nach ''n-, ng-'' und ''m-'' auf ''-a'' (''singa'' ?singen?, ''kema'' ?kommen?), sonst auf ''-n''.

Gemeinsam mit den unter der Rubrik ?Mittelbairisch? vermerkten alpinen Übergangsdialekten teilt das ?Unterländische? auch einige lautliche Gemeinsamkeiten wie die überall anzutreffenden, meist dezenten Affrikaten. Die Mundarten der Salzburger Gebirgsgaue sind allesamt Brückendialekte. Die Pinzgauer Mundart verhält sich weitgehend wie die des Tiroler Unterlandes, die Pongauer zeigt donaubairische und die Lungauer Mundart Kärntner Einflüsse.

Die andere große südbairische Kernmundart ist das Kärntnerische. Wie das Ostmittelbairische verfügt es über ein kompaktes slawisches Substrat. Kärnten wurde nämlich im frühen Mittelalter und darüber hinaus von slawischen Stämmen bewohnt; nach der bairischen Landnahme wurden die Slawen (die Winden oder ?Windischen?) allmählich assimiliert, dennoch hinterließen sie Spuren in der deutschen Mundart Kärntens. So erinnert die weiche Sprachmelodie des Kärntnerischen an das Südslawische, viele Eigennamen enden auf ''-ig'' (slowenisch ''-ik'') und auch einige Mundartwörter korrespondieren mit dem Slawischen. Typische Merkmale der Kärntner Mundart sind die andere Verteilung der Vokalquantität und die sanfte Affrikatisierung (wie stimmhaftes ''gg'').

Außerdem kennzeichnet das Kärntnerische starke Lautverdunklung (?a? wird oft zu ?o? statt zu ''å'') und im Süden Monophthongierung vom mhd. ''ei'' zu ''a'' (''Dås w?s i nit'' ?das weiß ich nicht?)

Das Südbairische kennt keine r-Vokalisierung, sie ist aber besonders in Stadtmundarten am Vordringen. Nach Vokalen wird ''l'' hier nicht vokalisiert, als Vorstufe werden aber ''e'' und ''i'' vor ''l'' gerundet (z.?B. ''Mülch''). In den Städten ist die ''l''-Vokalisierung im Vorrücken (auch bei Eigennamen, z.?B. ''Höga''). Außerdem unterscheiden einige südbairische Mundarten Stark- und Schwachlaute, wie in ''Dåch'' neben ''Tåg,'' altes ''k'' ist in Kärnten und in Teilen Tirols und Salzburgs lautverschoben zur Affrikate ''kch,'' wie in ''Kchlea'' (Klee). Diese Affrikate stellt ein Phonem dar (vgl. das Minimalpaar ''rukn'' ?Rücken? / ''rukchn'' ?rücken?).

Ein Charakteristikum der Kärntner Mundart ist die sogenannte Kärntner Dehnung: Aufgrund von Interferenz mit dem Slowenischen werden viele Vokale entgegen der hochdeutschen Norm lang ausgesprochen, zum Beispiel ''lå?s lei la?fm'' ?lass es nur laufen?. Diese Erscheinung hat zur Folge, dass zum Beispiel ?Ofen? und ?offen? lautlich zusammenfallen (o?fm), ebenso ''Wiesn'' und ''wissen'' zu [wi:zn].

Ein weiteres Merkmal des Südbairischen ist die Verwendung des Wörtchens ''sein'' (1. Person) und ''seint'' (3. Person) anstatt von schriftdeutsch ?sind? (''mir sein froh'' ?wir sind froh?). Diese Form ist für das Tirolerische und Kärntnerische typisch. In den bereits mehrfach erwähnten Übergangsdialekten zum Mittelbairischen ist sie jedoch kaum anzutreffen. Stattdessen verwendet man das mittelbairische ''san,'' teilweise mit lautlichen Schattierungen (''sän'' etc.).

Dialekte der West- und Ost-Steiermark zeichnen sich durch die Diphthongierung nahezu aller betonten Vokale aus, welche umgangssprachlich auch als ?bellen? bezeichnet wird. In der Mundart wird vor allem das ''o'' zusammen mit ''u'' sowie ''ö'' mit einem darauf folgenden ''ü'' verwendet (''ould'' ?alt?, ''Öülfnban'' ?Elfenbein?).

Genauere Unterteilung

Das Bairische kann auch, abgesehen von den oben besprochenen historischen Isoglossen, in weitere Dialekte unterteilt werden, die sich vor allem an den Regionen orientieren. Eine Besonderheit ist das Wienerische, aber auch das Münchnerische. In Österreich existieren das Hianzische im Burgenland, die steirischen Mundarten, die Kärntner Mundarten und die Tiroler Mundarten. Ein sehr eigener Dialekt in Oberösterreich ist die Mundart des Salzkammerguts, in Niederbayern die Waidlersprach. Dazu kommen das Zimbrische und das Egerdeutsche aus den Sprachinseln in Oberitalien und Böhmen.

Phonologie

Vokale

Das Bairische unterscheidet lange und kurze Vokale voneinander; dies wird jedoch nicht in der Schrift zum Ausdruck gebracht, sondern wie im Standarddeutschen durch die Anzahl der dem Vokal nachfolgenden Konsonanten: steht nur ein oder gar kein Konsonant nach dem Vokal, ist dieser in der Regel lang; folgen ihm zwei oder mehr, ist er kurz. Dabei gelten ''ch'' und ''sch'' jeweils wie ein Konsonant, da diese Buchstabenkombinationen nur einem Laut entsprechen.

Die Verteilung langer und kurzer Vokale fällt im Bairischen völlig anders aus als im Standarddeutschen, so dass es manchmal scheint, als wäre jedes entsprechende standarddeutsche Wort mit Langvokal im Bairischen kurz und umgekehrt; dies stimmt jedoch nur bedingt.

Insgesamt unterscheidet das Bairische mindestens acht Vokale in jeweils zwei Quantitätsstufen voneinander.

Vergleiche folgende Gegenüberstellungen:

{| class="wikitable"
|- style="width:80px"
! Vokal
! langer Vokal
! standarddeutsch
! kurzer Vokal
! standarddeutsch
|-
| dunkles ''?'' bzw. ''?''||wås
|-
|mittleres ''?''
|Staad
|Staat
|Mass
|Maß (Bier)
|-
| helles ''a''
||Dràm
||''Traum''
||dràmma
||''träumen''
|-
| helles ''e''||és
||''ihr ''
||wegga(d)
||''weg ''
|-
| dunkles ''?''||Beda
||''Peter ''
||bèdt!
||''bete! ''
|-
| ''i''||gwiß
||''gewiss ''
||wissn
||''wissen ''
|-
| ''o''||Ofa/Ofn
||''Ofen ''
||offa/offn
||''offen ''
|-
| ''u''||Zug
||''Zug ''
||zrugg
||''zurück ''
|}

''Der Sprecher in o.?g. Beispielen spricht Mittelbairisch und natürlich Deutsch als Muttersprache, allerdings mit einem bairischen Akzent.''

In den mittelbairischen Mundarten Österreichs sowie in Teilen Salzburgs sind Vokale vor Schwachlauten und ''r, l, n'' in der Regel lang, vor Starklauten kurz. Zur Verteilung in Kärnten s. Kärntner Mundart.

Dunkles vs. mittleres vs. helles ''a''

Phonologisch unterscheiden die bairischen Dialekte zwischen bis zu drei a-Qualitäten. Das heißt, es wird teilweise zwischen hellem ''à,'' mittlerem ''a'' und dunklem ''å'' unterschieden, wobei das helle ''à'' aus dem bildung mit den Suffixen ''-l'' und ''-al'' tritt Umlaut ein, d.?h., aus dunklem ''-å-'' wird helles ''-à-.''<ref name="lexer">Mhd. Wortmaterial aus:
Matthias Lexer: ''Mittelhochdeutsches Taschenwörterbuch. Mit Nachträgen von Ulrich Pretzel.''
38. Auflage. S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1992.</ref>
Im Folgenden einige Beispiele für die ''a''-Laute, darunter einige deutliche Minimalpaare:

{| class="wikitable"
|- style="width:200px"
! dunkles å
<small>wie in engl. (US) ''to call'' [???] oder ungarisches a [?]: ''a lab'' [? l?b]</small>
! mittleres a
<small>wie [<nowiki/>?]</small>
! helles à
<small>wie [<nowiki/>a?] oder noch offener</small>
|-
| å (?ab/an?)|| A8 (?[Autobahn] A8?) ||à (?nach?), àà (?auch?)
|-
| wåhr (?wahr?)||i wa(r) (?ich war?)||i wààr (?ich wäre?)
|-
| mia håm (?wir haben?)||mia ham (?wir haben?)||mia hàn (?wir sind?)
|-
| Ståd (?Stadt?)||Staad (?Staat?)||stààd (?still?), Stàddal (?Städtchen?)
|-
| Såg (?Sack/Säge?)|| Saag (?Sarg?) ||Sàggal (?Säcklein?)/Sààg(à)l (?kleine Säge?)
|-
| Måß (?das Maß?)|| Mass (?die Mass [Bier]?)||Màssl (?Glück?)
|}

'''NB:''' Unbetonte ''a'' sind immer hell, und werden deshalb als solche nicht markiert. Dies gilt vor allem für den unbestimmten Artikel, der ja stets unbetont ist, sowie für alle unbetonten ''a'' in Flexionsendungen (z.?B. im Plural der Substantive und bei der Steigerung der Adjektive).

Der kürzeste Satz, welcher die drei ?a? enthält, lautet: ?Iatz is des A àà å.? ''(Jetzt ist das A [= die A-Saite der Gitarre] auch ab [= gerissen] ?)''

'''Aussprache von Ortsnamen'''

In beinahe allen bairischen Ortsnamen, die auf ''-ing'' enden, muss ggf. im Stamm vorhandenes ''-a-'' übrigens hell ausgesprochen werden; also ?Plàttling? (nicht *?Plåttling?) und ?Gàching? (statt *?Gårching?), auch ?Gàmisch? (statt *?Gåmisch?) und darüber hinaus ?Gràz? (nicht *?Gråz? ? die Stadt hieß im Mittelalter schließlich ?Grätz?, und daraus hat sich das helle ''a'' entwickelt). Ausnahmen sind manche Ortsnamen mit ''-all-'' wie ?Bålling/Båing? (Palling) oder ?Dålling? (Thalling).

'''Abgrenzung gegen das ''o'' '''

Standarddeutschsprecher nehmen das helle ''à'' des Bairischen als gewöhnliches ''a'' wahr, das dunkle ''å'' dagegen zumeist als offenes ''o,'' weshalb auch viele Baiern dazu tendieren, dunkles ''a'' als ''o'' zu schreiben (also ''mocha'' statt ''måcha'' für ?machen?). Diese Schreibweise führt jedoch zum Zusammenfall mit dem bairischen ''o,'' welches stets geschlossen gesprochen wird (also Richtung ''u''). Die Wörter für ?Ofen? und ?offen? unterscheiden sich also im Bairischen nicht durch die Vokalqualität, sondern nur durch die Vokallänge, die wie im Standarddeutschen durch Konsonantenverdoppelung (auch Gemination genannt) ausgedrückt wird: ''Ofa'' (lang) vs. ''offa'' (kurz) bei gleichbleibender Vokalqualität.

Geschlossenes vs. offenes ''e''

Die noch im Mittelhochdeutschen vorhandene, scharfe Trennung zwischen dem offenen, aus dem Germanischen ererbten e-Laut und dem durch Primärumlaut von ''a'' entstandenen, geschlossenen e-Laut ist in großen Teilen des Bairischen aufgegeben worden, sodass fast jedes betonte kurze ''e'' geschlossen ist (im Gegensatz zum Hochdeutschen: Hier sind alle diese offen), d.?h., es klingt näher am ''i'' als das standarddeutsche ''e.'' Es gibt nur wenige Wörter mit kurzem offenem ''è;'' als bestes Beispiel eignet sich folgendes Minimalpaar: '''''Bettn''''' (?Betten?, mit geschlossenem ''e'') vs. '''''bètn''''' (?beten?, mit offenem ''è'').
Im Standarddeutschen ist es an diesem Beispiel allerdings genau andersherum: das Wort ?Bett? hat ein offenes (weil kurzes), das Wort ?beten? ein geschlossenes (weil langes) ''e.''
Allerdings gibt es auch hiervon wieder Ausnahmen. Die Salzburger Gebirgsmundarten beispielsweise (aber auch andere) bewahren die alten Verhältnisse in den meisten Positionen, sodass es dort ''èssn'' statt ''essn'', ''Wetta'' oder ''Wèitta'' mit Diphthongierung für ?Wetter? statt ''Weda'', aber dennoch ''bessa'' ?besser?, ''Est'' ?Äste? oder ''Gest'' ?Gäste? heißt.

Unbetontes i bzw. e

Neben dem unbetonten ''a'' gibt es auch einen weiteren unbetonten Vokal im Bairischen, der zwischen ''i'' und ''e'' steht, und je nach Mundart offener (Richtung ''e'') oder geschlossener (Richtung ''i'') gesprochen wird. Er entstand meist aus der Nebensilbe ''-el'' in Wörtern wie ''gràbbin'' (?krabbeln?) oder ''Deifi'' (?Teufel?), und wird im Folgenden als ''i'' geschrieben. Nicht zu verwechseln ist dieser Laut mit jenem, der nur im bestimmten Artikel der Maskulina (in den Formen ''im, in'') vorkommt, der zwischen ''i'' und dumpfem ''ü'' liegt.

Schwa-Laut

In den meisten bairischen Mundarten hat der Schwa-Laut, der dem unbetonten ''e'' des Standarddeutschen entspricht, keinen Phonemstatus. Regional tritt er in bestimmten Positionen als Allophon zu unbetontem ''a'' und ''i'' auf.

Diphthonge

Ein weiteres Merkmal des Bairischen ist die Beibehaltung der mittelhochdeutschen Diphthonge ''ie, üe, uo'' als ''ia'' und ''ua,'' wie in ''liab, griassn, Bruada'' (?lieb, grüßen, Bruder?), was es vom Ostfränkischen ''Bruda'' abgrenzt, das wie die Hochsprache einfache Langvokale benutzt. Gegen Westen hin grenzt sich das Bairische mit ''Dåg, Wåsser'' und ''dàd'' (?Tag, Wasser? und ?täte?) gegen Schwäbisch ''Dààg, Wàsser'' manchmal ein stark gerolltes r sprechen.
  • Das ''r'' nach a dagegen wird auch am Wortende und vor Konsonant oft ausgesprochen, und zwar stark gerollt, so stets ? auch am Wortende ? vor Vokal.
  • unbetontes ''-er'' wird stets wie helles ''a,'' aber kürzer, ausgesprochen.
  • Zur Regelung des ''a'' und seiner Varianten siehe weiter oben unter Phonologie und in der Diskussion zu diesem Artikel.
  • ''ä'' und ''ö'' werden wie e und ü wie i ausgesprochen.
  • ''äi'' und ''öi'' werden ungefähr wie englisches ''ai'' in ''pain'' ausgesprochen.
  • ''ei'' dagegen ist ganz normales standarddeutsches ei. Wenn es nicht standarddeutschem ''eu'' entspricht, wird es manchmal leicht in Richtung äi gesprochen.
  • ''g'' wird vor ''f,'' ''s'' und ''sch'' wie ''k'' ausgesprochen; ''gh'' wird stets wie ''k'' ausgesprochen: ghabt, ghåitn usf. Dies gilt auch für den Jo''gh''urt.

Literatur

Wörterbücher

Der Wortschatz der bairischen Mundarten in Bayern wird erfasst und beschrieben:
Bairisch in Bayern:
  • Johann Andreas Schmeller: ''Bayerisches Wörterbuch.'' Oldenbourg, München 2002, ISBN 3-486-52603-0.
    <small>''Der Klassiker der bairischen Dialektwörterbücher. Schwierig zu handhaben, da in Schmellers eigentümlicher Alphabetisierung. Schließt Franken und Schwaben mit ein.''</small>
  • Ludwig Zehetner: ''Bairisches Deutsch.'' Heinrich Hugendubel Verlag/edition vulpes, Kreuzlingen/München/Regensburg 2005, ISBN 3-9807028-7-1.
    <small>''In der Schreibweise oft ans Standarddeutsche angelehnt.''</small>
Bairisch in Österreich und Südtirol:
  • Otto Hietsch: ''From ?anbandeln? to ?Zwetschkenknödel?. An Austrian Lexical Cultural Guide.'' Tyrolia, Innsbruck/ Wien 2000, ISBN 3-7022-2351-7.
    <small>''Wie der Untertitel andeutet, nur in begrenztem Maße als Wörterbuch geeignet. Dennoch sehr informativ. In Englisch geschrieben.''</small>
  • Otto Hietsch: ''Bavarian into English.'' 3 Bände. Dick, Neutraubling 1994?1997, .
  • Egon Kühebacher (Bearb.): ''Tirolischer Sprachatlas.'' 3 Bde.: ''Vokalismus, Konsonantismus, Sprachatlas.'' (= Deutscher Sprachatlas. Regionale Sprachatlanten. Hg. von Ludwig Erich Schmitt, Karl Kurt Klein, Reiner Hildebrandt, Kurt Rein. Bde. 3/1?3). Marburg: N. G. Elwert Verlag, 1965?1971.
  • Walter Rieder: ''Kleine Salzkammergut Dialektwörtersammlung.'' 2. Auflage, Salzkammergut Media, Bad Ischl 2011, ISBN 3-901572-21-X.
  • Josef Schatz: ''Wörterbuch der Tiroler Mundarten''. 2 Bände. Wagner, Innsbruck 1955?1956 (= Schlernschriften 119/120). Unveränderter Nachdruck 1993, ISBN 3-7030-0252-2.
  • Johann Baptist Schöpf: ''Tirolisches Idiotikon.'' Wagner, Innsbruck 1866.
  • Peter Wehle: ''Sprechen Sie Wienerisch?'' Ueberreuter, Wien 1980, ISBN 3-8000-3165-5.

Nachschlagewerke zur Grammatik

Bairisch in Altbayern:
  • Cordula Maiwald: ''Das temporale System des Mittelbairischen.'' Winter, Heidelberg 2002, ISBN 3-8253-1402-2.
  • Ludwig Merkle: ''Bairische Grammatik.'' Heimeran Verlag, München 1975, ISBN 3-7765-0198-7.
  • Johann Andreas Schmeller: ''Die Mundarten Bayerns grammatisch dargestellt.'' Hueber, München 1821. (Neudruck: Sändig, Wiesbaden 1969, ISBN 3-253-02033-9)
  • Karl Weinhold: ''Bairische Grammatik.'' F. Dümmler, Berlin 1867.

Phonologie

  • Robert Schikowski: ''Die Phonologie des Westmittelbairischen.'' (= Münchener Beiträge zur Allgemeinen und Historischen Sprachwissenschaft; Bd. 1). Magisterarbeit, LMU München 2009. (Volltext)

Darstellungen der Dialekte

  • Reinhard Hallstein (Hrsg.): ''Sprechen Sie Bairisch? Für Bayern und solche, die es noch werden wollen.'' (Illustrationen: Judith Kroboth). Tosa, Wien 2006, ISBN 3-902478-38-1.
  • Gerald Huber: ''Lecker derbleckt. Eine kleine bairische Wortkunde.'' Societätsverlag, Frankfurt am Main 2008, ISBN 978-3-7973-1100-9.
    <small>''populärwissenschaftliche Darstellung des Wortschatzes und der Etymologie des Bairischen''</small>
  • Rudolf Ernst Keller: ''Upper Austrian.'' In: ''German Dialects. Phonology & Morphology, with selected texts.'' Manchester University Press, Manchester 1961, S.?200?247.
  • Werner König: ''dtv-Atlas deutsche Sprache.'' Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2004, ISBN 3-423-03025-9.
    <small>''in Bezug auf die historische Bedeutung des Bairischen für die deutsche Sprache insgesamt''</small>
  • Ingo Reiffenstein: ''Salzburgische Dialektgeographie. Die südmittelbairischen Mundarten zwischen Inn und Enns.'' Wilhelm Schmitz Verlag, Gießen 1955, .
  • '', Bd. III), Piper Verlag, München 1932
  • Manfred Renn, ''</small>
  • Anthony R. Rowley: ''North Bavarian.'' In: Charles V.?J. Russ (Hrsg.): ''The Dialects of Modern German. A Linguistic Survey.'' Routledge, London 1990, ISBN 0-415-00308-3, S.?417?437.
  • Eberhard Wagner: ''Das fränkische Dialektbuch.'' C. H. Beck, München 1987, ISBN 3-406-31800-2.
    <small>''über die fränkischen Dialekte in Franken/Bayern; interessant hier in Bezug auf das Nordbairische''</small>
  • Peter Wiesinger: ''The Central and Southern Bavarian Dialects in Bavaria and Austria.'' In: Charles V.?J. Russ (Hrsg.): ''The Dialects of Modern German. A Linguistic Survey.'' Routledge, London 1990, ISBN 0-415-00308-3, S.?438?519.
  • Peter Wiesinger: ''Phonetisch-phonologische Untersuchungen zur Vokalentwicklung in den deutschen Dialekten.'' Band 1 und 2. Walter de Gruyter, Berlin 1970 (Studia Linguistica Germanica 2).
  • Ludwig Zehetner: ''Das bairische Dialektbuch.'' C. H. Beck, München 1985, ISBN 3-406-30562-8
    <small>''über die bairischen Dialekte in Altbayern/Bayern in allen Aspekten''</small>

Mundartpflege

  • Wolfgang Lindner: ''Sprach-Kultur neben der Kultur-Sprache. Mundart-pflegerische Vereinigungen in Altbayern.'' Dissertation, Universität Regensburg 2006 (Volltext).
  • ''Edition Bayern.'' Sonderheft #8: ''Süddeutsch und Bairisch.'' Hrsg. vom Haus der Bayerischen Geschichte. Augsburg 2015. ISBN 978-3-7917-2638-0.

Siehe auch

Weblinks

Fußnoten und Einzelnachweise